Demenz wirft uns auf das Wesentliche zurück. Das liebe ich an ihr. Der Umgang damit zwingt uns in eine Essenz zurückzukehren, die in uns ist und von dort aus neu zu bewerten, was bisher dienlich war.

Das löst Ent-wicklung aus. Immer. Sobald Entwicklung passiert, wird der Rückwurf zum Auslöser vorwärts zu gehen, nicht zu verharren sondern in Bewegung zu kommen. Und Bewegung ist leichter zu nutzen, als Starre. Schritt für Schritt zeigt sich die Richtung, die wir einschlagen können. Eine Richtung, die uns und unserem Leben entspricht. Ich kehre heim. Das vermeintliche Schreckgespenst hat Heilung im Gepäck.

"Es ist, als öffne sich der Kopf und all das Ungemach, das sich Jahrzehntelang dort herumtrieb, fliegt hinaus, weg, für immer weg und wir sind befreit von so viel Gedankenmüll, Bildern, und es bleibt, was wir uns heute schaffen.

Wenn wir es schaffen uns der Demenz zu stellen, dann werden wir angefüllt sein mit Lachen, Neugierde, Ruhe, schönen und vielen neuen Gedanken und Gefühlen."

Zitat Davide Lacornsri Frühdemenzbetroffener

Mehr über ihn in seinem Blog

"Wir kommen hier zum allerwichtigsten Gedanken für unser Leben mit einer Demenz. Den Moment.

Der intensive gelebte Moment. 

Wir sollten lernen jetzt zu leben, zu schmecken, riechen, hören, erleben. Wir sollten lernen, all unsere Sinne in diesem Moment zu aktivieren, weil im nächsten Moment kann alles wieder vorbei sein."

Davide - ein Freund

Ich habe das Glück ein Frühdemenz artgerechtes Leben führen zu dürfen und zu können.

"Ich lebe mit einem eher schweigsamen Mann zusammen und unsere Kommunikation läuft in der Hauptsache über kleine, kleinste und manchmal grosse Berührungen. Über Augenkontakte , rolling eyes zum Beispiel, die verschiedendste Aussagen haben können. Das heisst ich muss nicht andauernd um Worte ringen und das ist gut so"

Davide - mein Lehrer

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